Matratzenkauf – oder die Suche nach dem heiligen Gral **Akt III**

Nach dem Bestellfiasko bei Bruno (siehe Akt II) ging es nun weiter. Auf der Suche nach der nächsten Matratze stolperte ich über EVE – „die perfekte Matratze“ wie das Londoner Startup selber meint. Auch wenn die Seite und Matratze mir ja eigentlich etwas zu weiblich angehaucht waren, den Londonern wollte ich mal eine Chance geben – wer ahnte damals, dass die zukünftig nichts mehr mit uns zu tun haben wollen 😉

Da ich von der ersten Bestellung gelernt hatte, wurde die Bestellung diesmal per Paypal bezahlt – ich hatte keine Lust noch einmal in die Schufa Falle zu tappen. Auch hier war der gesamte Bestellprozess super einfach, aber was noch genialer war – am nächsten Tag hatte ich der Versandbestätigung und einen Tag später lag EVE bereits bei mir! 1:0 für London.

Nachdem der Eve aus dem Karton und der Plastikverpackung befreit war, ging es erstmal zum auslüften. Angenehm riecht so eine neue Matratze ja nicht gerade. Abends dann ab ins Bett damit und dann die erste Berührung. Leider stellte sich dabei kein WOW-Gefühl ein.  Persönlich war ich mit der oberen Viscoschaumschicht nicht wirklich glücklich. Das Liegegefühl war ein komplett anderes, als ich es bisher kannte. Ich würde es mit einer Tempur Matratze in etwa vergleichen. Nicht ganz so hart aber das „Einsinken“ ist dasselbe.  Der Schwabe ist ja auch per se erstmal gegenüber neuem sehr skeptisch 😉 Aber natürlich wollte ich EVE eine Chance geben, man trennt sich ja nicht nach einer Nacht schon wieder von seiner Matratze. Aber auch die folgenden Nächte waren nicht so erholsam und bequem, als das ich glücklich geworden wäre. Was bei EVE noch extrem auffällig war, auch nach mehreren Tagen und Nächten war der leicht penetrante Geruch nach Latex/Plastik/was-weiß-ich noch immer da. Das macht das schlafen nicht angenehmer und das Schlafzimmer duftet auch ganz toll 😉

Es kam was kommen musste – wenn die neue nichts ist trauert man entweder der alten nach oder denkt über die verpassten Chance bei der anderen nach. Vielleicht hätte ich es mit Bruno ja doch durchziehen sollen 😉 Aber mehr dazu in Akt IV…

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Matratzenkauf – oder die Suche nach dem heiligen Gral **Akt II**

Akt II der Matratzensuche beginnt mit der Entscheidung, welches Schweindel, äh, welche Matratze es denn nun sein soll. Nach langem hin und her, wer denn nun der oder die beste Matratze ist entschied ich mich schließlich dafür, Bruno die Ehre zu geben. Der Bestellprozess ging auch super einfach, toll fand ich auch, dass mit der Kauf auf Rechnung angeboten wurde, denn – so meine Idee – dann könnte ich die Matratze ja die angebotenen 30 Tage testen ohne bei Nichtgefallen meinem Geld hinterherlaufen zu müssen. Innerhalb von 2-9 Tagen, so Auftragsbestätigung, sollte ich meine Matratze in empfang nehmen können.

8 Tage später kam endlich eine E-Mail von Bruno – doch es war nicht die Ankündigung der Lieferung, sondern ein schreiben des Supports, dass meine Lieferung leider nicht ausgeführt werden kann, da sie laut Schufaauskunft mit nun doch keine Rechnungszahlung anbieten können.

Zum Glück habe ich ja einen Online Zugang bei der Schufa – also gleich mal gecheckt was da so drinsteht und wann die Anfrage von Bruno kam. Nicht überraschend habe ich keinerlei negative Einträge und auch lag die Anfrage von Bruno nicht vor. Das hat auch einen einfachen Grund. Ich habe als Rechnung- und Lieferadresse meine neue Adresse angegeben, die zum Bestellzeitpunkt noch niemandem, auch nicht der Schufa vorlag. Also konnte gar nicht MEINE Bonität geprüft werden. Nachdem ich den Sachverhalt dem Kundenservice erklärt hatte, bekam ich nur eine Belehrung, dass die Schufa ja alle Wohnadressen speichern würde, wo ich schon einmal gewohnt habe. Liebe Leute – ich wohne da noch nicht! Nach einer weiteren Belehrung des Kundenservice stornierte ich also meine Bestellung. Ich hätte zwar per Paypal oder Kreditkarte zahlen können, aber nach der „Customer Experience“, wie es so schön neudeutsch heißt hatte ich absolut keine Lust mehr. Also ging es wieder an den Anfang zurück, wer darf der oder die nächste Auserwählte sein?

Next stop: Akt III – Eve

 

Matratzenkauf – oder die Suche nach dem heiligen Gral **Akt I**

Es könnte alles so einfach sein – ich bestelle eine Matratze im Internet, sie wird pünktlich per Spedition geliefert und ich schlafe überglücklich und bequem die nächsten Jahre auf der selbigen.

So in etwa habe ich mir das ja vorgestellt, als ich vor 2 Monaten im Zuge meines Umzugs meine Matratze entsorgt habe. Nach 8 Jahren war das auch absolut fällig.

Da ich eine Allergie gegen Verkäufer und Kaufhäuser habe recherchierte ich kurz im Internet und bin sofort auf Emma, Buddy, Eve, Bruno, Smood und Co gestossen. Anfangs dachte ich ja, die wollen mich alle verkackeiern, die Webseiten und Matratzen sehen auf den ersten Blick alle gleich aus. Aber es stehen wohl doch die unterschiedlichsten Startups dahinter, die alle Geld mit dem neuen Trend „Matratzenkauf im Internet“ verdienen wollen und die alle angeblich die beste Matratze der Welt haben. Toll fand ich auch, dass alle die Größe 180×200 anbieten und das auch noch zu erstaunlich vernünftigen Preisen. Kostenloser Versand und Rücktransport sowie 30-100 Tage Probeliegen waren dann die ausschlaggebenden Argumente, einmal den Matratzenkauf im Internet zu versuchen.

Dass das nicht ganz so einfach ist, habe ich in den letzten 2 Monaten festgestellt und das war auch der Ausschlag, meine Erfahrung entgegen meiner bisherigen Abneigung ggü Blogs und Konsorten doch zu veröffentlichen.  Gleich vorweg, alle Erfahrungen stammen von mir, 180cm groß und 71kg leicht und Seitenschläfer falls das jemand zur Einordnung meiner Erfahrungen dient. Aber dazu mehr in „Akt II„…